Aikido

Aikido ist eine japanische Selbstverteidigungskunst. Ihr Begründer Morihei Ueshiba (geb. 14. Dezember 1883 in Tanabe, gest. 26. April 1969 in Iwama) entwickelte diese Kampfkunst über viele Jahrzehnte. Erst ab 1941 wird sie als „Aikido“ zum ersten Mal erwähnt. Die drei Silben stehen für:
Ai – Harmonie/Liebe
Ki – Lebensenergie
Do – Weg
Bevor ? Sensei (ehrwürdiger Lehrer) mit Aikido seinen Wunsch nach „silbernen Brücken zu allen Völkern schlagen“ zum Ausdruck brachte, ging er durch harte Kämpfe hindurch. Sein Aikido bestand und besteht nicht nur aus den eleganten, wunderbar flinken Bewegungen, sondern ist durchaus äußerst wirkungsvoll.

Aikido-Technik
Aikido hat so viele Gesichter, wie es Meister in dieser Kampfkunst gibt. Allen liegt die Arbeit mit dem spiralförmigen Verlauf einer Bewegung zu Grunde. Zentrifugal- und Zentripetalkräfte werden benutzt, um auftreffende Einwirkungen umzulenken und dem Gegner zurück zu geben. Durch das Anwenden von Hebeln können auch weniger muskelbepackte Menschen „große Brocken“ bewegen. Die Hebeltechnik bringt auch Frauen einen Vorteil, sie werden geschult, ihr Gefühl kraftvoll einzusetzen. Wird ein fest zupackender Mensch durch die Hebel in Bewegung gesetzt, ist es mit Hilfe kreisförmiger Bewegungen leichter, ihn dorthin zu führen, wohin Mann oder Frau ihn haben möchte. Der geschulte Angreifer fällt oder rollt weich ab und bleibt unverletzt. Die Falltechnik des Aikido sorgte schon in seinen Anfängen für Furore. Der Judo-Begründer Jigoro Kano schickte ausgewählte Schüler zu O Sensei, um dessen Fallschule zu erlernen.


Aikido als Kampfkunst
Morihei Ueshiba verfügte, dass Aikido keine Wettkampfsportart werden soll. Es ist für jene Menschen gedacht, die sich einerseits gern dynamisch bewegen und ihren Körper fit halten möchten, andererseits im Geistigen arbeiten möchten und sich weiter entwickeln wollen. Begreifen, dass man im Kampf letztendlich stets sich selbst gegenüber steht, ist eine der Basiserkenntnisse des Aikido.

Waffen
Typische Waffen im Aikido sind der Stock (Jo) und das Holzschwert (Bokken); in manchen Schulen wird auch das Shinai (Bambusschwert des Kendo) zum Training benutzt und das Katana (einschneidiges Metallschwert).

Kleidung
Im Aikido wird der Gi (weißer Anzug) getragen. Nach Ablegen der Prüfung zum 1.Dan, trägt ein Aikidoka den Hakama (Hosenrock). Diese Kleidung ist der Samurai-Kleidung abgeguckt. Der weiße Anzug ist ursprünglich die Unterwäsche.

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