Jeet Kuen Do

Jeet Kuen Do wurde im Jahr 1967 von dem prominenten Schauspieler und Kampfkünstler Bruce Lee entwickelt. Bruce Lee hatte erkannt, dass die klassischen Kampfstile aufgrund ihrer ritualisierten Formen unrealistisch geworden waren und kaum einen Nutzen für die reale Selbstverteidigung boten. Somit schuf er eine Trainingsphilosophie, die sich an den tatsächlichen Gegebenheiten einer Auseinandersetzung orientierte. Alle Techniken im Jeet Kuen Do erfüllen 3 Kriterien: Sie sind direkt, nicht-klassisch und einfach. Somit eignet sich Jeet Kuen Do für nahezu alle Menschen, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Vorkenntnissen.

Jeet Kuen Do kombiniert die Grundtechniken des westlichen Boxens mit denen des chinesischen Kung-Fu-Stils Wing Chun. Dazu kommen einige Würfe, Hebel, Befreiungs- und Haltegriffe sowie Würger aus dem japanischen Jiu Jitsu und dem russischen Sambo. Die Schrittarbeit wurde zu großen Teilen aus dem europäischen Fechten übernommen. Der Grundgedanke des Jeet Kuen Do ist das Stören des gegnerischen Angriffs. Während in vielen Stilen ein Angriff erst abgewehrt wird, bevor die Gegenmaßnahme erfolgt, legte Bruce Lee beim Jeet Kuen Do großen Wert auf eine Gleichzeitigkeit von Abwehr und Gegenangriff. So kann der Kampf beendet werden, bevor er überhaupt richtig entsteht. Bruce Lee bewies die Wirksamkeit seiner Kampfform in mehreren Vergleichskämpfen mit Vertretern anderer Stile.


Bruce Lee unterrichtete nur einige wenige, ausgesuchte Schüler. Einer von ihnen war Dan Innonsanto, ein Meister der phillipinischen Kampfkunst Kali. Von ihm lernte Bruce Lee den Umgang mit diversen Waffen. Daher werden Jeet Kuen Do und Kali teilweise gemeinsam unterrichtet, da sich beide Methoden gut ergänzen.

Mittlerweile gibt es verschiedene Ausrichtungen des Jeet Kuen Do. Manche Sportler trainieren eine Mischung aus Bodenkampf, Thai Boxen und Kali, andere halten sich recht genau an die Techniken, die Bruce Lee damals seinen Schülern vermittelte.

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