Die Low Fat Ernährung

Low-Fat ist ein Überbegriff für Ernährungskonzepte die, die Aufnahme von Nahrungsfetten beschränken. Je nach ausgewählter Diät wird dabei der Fettanteil der Nahrung auf 10-30% der gesamten Brennenergie begrenzt.

Grundsätzlich soll bei einer Low-Fat Ernährung zur Gewichtsreduktion eine negative Energiebilanz durch die Reduktion von Nahrungsfetten geschaffen werden. Die Grundidee dabei ist, dass Kohlenhydrate und Proteine jeweils pro Gramm ca. 4,1 kcal (17,2 kj) liefern, während Fett mit ca. 9,3 kcal (38,9 kj) eine deutlich höhere Energiedichte aufweist. Es kann also bei gleicher Nahrungsmenge ein Energiedefizit erzielt werden, wenn Fett durch Kohlenhydrate oder Proteine ersetzt wird. In diesem Zusammenhang empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die ein Befürworter einer kohlenhydratreichen und fettarmen Ernährung ist, einen Verzehr von maximal 60-70 g Fett.


Ein Vorteil der Low-Fat Ernährung gegenüber der Low-Carb Ernährung ist, dass es deutlich bessere Daten zur erfolgreichen langfristigen Gewichtsstabilisierung gibt. Das bedeutet, während Initial in einigen Studien bessere Resultate mit einer kohlenhydratarmen Ernährung erzielt wurden, scheint eine Low-Fat Ernährung in Kombination mit körperlicher Aktivität und einem höheren Proteinanteil in der Ernährung für einige die erfolgversprechendere diätische Langzeitstrategie zu sein.

Neben dem Effekt der Gewichtsreduktion, versprechen sich viele von einer Low-Fat Ernährung eine positive Auswirkung auf die Gesundheit. Hier ist besonders das Risiko für Herzerkrankungen gemeint, dass erniedrigt werden soll. Leider konnte dieser Effekt bislang nicht durch Studien belegt werden, so zeigte eine Metastudie aus dem Jahr 2010, dass eine Reduktion von gesättigten Nahrungsfetten keinen positiven Einfluss auf das Blutgefäßsystem hat und damit auch nicht das Risiko an Herzkrankheiten zu erkranken senkt. Jedoch konnten in einigen anderen Studien andere positive gesundheitliche Effekte wie die Reduzierung des LDL-Cholesterins, von chronischen Entzündungen, des Insulinspiegels, von Bluthochdruck sowie die Linderung des metabolischen Syndroms nachgewiesen werden.

Trotz einiger Studien, die vermuten lassen, dass eine Low-Carb Ernährung gegenüber einer Low-Fat Ernährung mit einer höheren Effektivität punktet, kann auch die Low-Fat Ernährung eine gesunde Lebensweise sowie eine Gewichtsreduktion unterstützen. Gerade über mehrere Jahre hinweg scheint es einigen Menschen leichter zu fallen konsequent eine Low-Fat Ernährung umzusetzen, als eine Low-Carb Ernährung. Zu beachten ist allerdings, dass im Gegensatz zu den Kohlenhydraten einige Fettsäuren wie die Linolsäure zu den essentiellen Nährstoffen zählen. Das bedeutet unser Körper kann diese Fettsäuren nicht selber synthetisieren, so dass sie über die Nahrung zugeführt werden müssen. Es sollte also jeder, der sich für eine Low-Fat Ernährung entscheidet bewusst auf die ausreichende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren achten.

Dies ist ein Gastartikel, der uns von den Kollegen von www.planetmuscle.de zur Verfügung gestellt wurde.

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