Luta Livra

Luta Livre ist eine brasilianische Kampfsportart, die mit dem Ringen oder Judo vergleichbar ist. Der Name bedeutet etwa „freier Kampf“. Seinen Urspung hat die Kampfkunst in Rio de Janeiro zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Der Kampfsport entspringt zwar dem Vale Tudo, ist aber nicht so gewalttätig wie dieser. Die Kämpfer bemerkten schnell, dass das regellose Vale Tudo zu einem extremen Verschleiß der eigenen Gesundheit führte. Beim Luta Livre sind harte Schläge und Tritte nicht erlaubt. Ziel des Sportes ist es, den Gegner zum Aufgeben zu bringen oder aber möglichst viele Punkte durch Takedowns oder Backmounts zu erlangen. Das bedeutet, dass es beim Luta Livre, anders als bei Vale Tudo, weniger auf die körperliche Überlegenheit und mehr auf die ausgefeilte Technik des Kämpfers ankommt.
Die Kampfsportart gehärt, ähnlich wie Judo, Ringen oder Sambo zu den sogenannten Grappling-Disziplinen und erfreut sich immer mehr Beliebtheit. Grappling bedeutet soviel wie Würgen und ist damit ein Element, das nicht in allen Kampfsportarten erlaubt ist.
Luta Livre gehört zu den Free Fights und wird, noch etwas genauer betrachtet, zu den Bodenkämpfen gezählt.
Heute gibt es zwei Varianten der Sportart:
Im Luta Livre Vale Tudo sind sowohl Ringerelemente als auch Schlag- und Tritttechniken erlaubt. Diese Tritte und Schläge werden jedoch taktisch ausgeführt und sollen nicht dem Bewusstlosschlagen des Gegners dienen.
Beim Luta Livre Esportiva handelt es sich um das ausschließliche Einsetzen von ringerischen Elementen. Tritte und Schläge sind gänzlich verboten. Taktik und Kampfübersicht sind entscheidend für den Sieg. Setzt man den Gegner taktisch unter Druck, kann man seinen nächsten Zug sozusagen erzwingen. Der berühmte deutsche Luta Livra-Kämpfer Andreas Schmidt verglich den Sport deswegen mit einer Partie Schach.

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