PITT Force: Was ist das?

Nachdem wir in unserem letzten Beitrag auf das Reverse Pyramid Training im Zusammenhang mit Lean Gains eingegangen sind, möchten wir diesen Beitrag einem unserer Meinung nach weiteren sehr interessanten Ansatz im Bereich der Trainingsmethodik widmen und zwar PITT Force nach Karsten Pfützenreuter.

Gehört haben sicherlich viele schon einmal von dieser Trainingsmethode, bei der pro Übung lediglich 1 Arbeitssatz mit 20 Wiederholungen und einer jeweiligen Pause zwischen den Einzelwiederholungen gearbeitet wird. Wie sich das Training jedoch im Detail gestaltet, wie ein Trainingsplan aussehen könnte, welche Übungen vor allem geeignet sind und was die Zielsetzung hinter dem Ganzen ist, darauf möchten wir hier und jetzt auch nochmal eingehen.


Hinter der Abkürzung PITT steckt Professional Intensity Training Techniques und wie schon gesagt ist der Kopf hinter dem Trainingsprogramm Karsten Pfützenreuter. Der Gedanke hinter allem ist es, ein höchstmögliches Trainingsgewicht so oft wie möglich, bei sauberer Technik versteht sich, bewegen zu können. Das wiederum soll höchstmöglichen Spannungszustände auf die Muskulatur ausüben und wiederum dabei helfen, eine verbesserte Muskelhypertrophie zu erlangen. Das zur Theorie.

In der Praxis wählt man ein Trainingsgewicht, welches man in der entsprechenden Übung normalerweise ungefähr 10 mal am Stück bewegen kann. Dieses bewegt man nun ein erstes Mal und legt es dann für eine Pause wieder ab. Diese sollte anfangs nicht mehr als 3 Sekunden betragen und kann sich dann aber nach hinten raus, gerade bei den schweren Grundübungen schon auch bis zu maximal 15-20 Sekunden herauszögern. Nach Karsten Pfützenreuters Worten sollte die Pause verallgemeinert immer „so lange wie nötig und so kurz wie möglich“ gehalten werden. Was die Anzahl der Übungen betrifft, sollte man die Zahl von 5 pro Einheit nicht übersteigen.

Der Split, der „Anfängern“ empfohlen wird, basiert eigentlich so ziemlich komplett aus Grundübungen und sieht folgendermaßen aus. An Tag A werden Kniebeuge, Überzüge und Dips trainiert und an Tag B trainiert man Bankdrücken, Kreuzheben und Klimmzüge. Man trainiert hierbei immer die Einheit A und B im Wechsel und das Ganze 3 mal die Woche. Wenn man fortgeschrittener ist und sich entsprechend in PITT Force „eingearbeitet“ hat, kann man auch weitergehend splitten und beispielsweise nach dem Push/Pull/Beine-Split verfahren. Das heißt in der Praxis, dass man Brust/Schultern/Trizeps, Rücken/Bizeps und Beine an jeweils unterschiedlichen Trainingstagen trainiert. Pro große Muskelgruppe sollte man dann 2 Übungen und pro kleine Muskelgruppe eine Übung auswählen. Vorzugsweise ist auch in diesem Fall auf die Grundübungen wie Bankdrücken, Kreuzheben und Kniebeuge für die einzelnen Split-Tage zu setzen.

Die Vorteile des PITT Force liegen ganz klar vor allem in der möglichen Effektivität beim

Muskelaufbau. Für Fortgeschrittene Atlethen wird hier ein System geboten, welches sich auch besonders eignet um Plateaus zu überwinden. Die Trainingszeit ist hierbei insgesamt überschaubar, was bedeutet, dass unnötig und unproduktiv lange Workouts ausbleiben. Die Intensität ist bei den Einzelwiederholungen sehr hoch und das „Ersticken“ der Muskulatur bleibt trotz den besagten Pausen zwischen den Wiederholungen aber trotzdem weitestgehend, wenn nicht sogar komplett aus. Für Anfänger, die unter einem Jahr trainieren, bietet sich PITT Force, auch laut Pfützenreuter selbst, übrigens weniger an. Dies hängt mit der Intensität und vor allem der notwendigen Intuität zusammen.

Zu PITT Force gibt es mittlerweile übrigens auch zwei absolut empfehlenswerte Bücher. Diese findet man unter anderem auf Amazon (siehe auch links und rechts) und das eine geht mehr auf die Grundlagen und Hintergründe zum Programm ein, während das andere vor allem auf die Übungen, die dazugehörige Ausführung, Hilfsmittel dazu etc. eingeht.

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